Das Kehlsteinhaus heute - ein Vermächtnis der Geschichte.

"Symbol der Macht des NS-Regimes

 

Wenn auch keine Entscheidung Hitlers auf dem Kehlstein fiel, so steht das Haus doch für den Wahn seines Regimes, steht es für "seine Welt" am Obersalzberg, wo Pläne für Krieg und Massenmord geschmiedet wurden. Das Kehlsteinhaus war einst Geschenk der Partei, die sich willenlos jenem Mann unterwarf, der die Welt ins Unglück stürzen sollte. Scheinbar trotzig erhebt sich das Gebäude über der schroffen Steilwand - auch eine Straße in völlig unwegsamem Gelände hatte man dem Berg mit Gewalt abgerungen. Wenngleich eine architektonische Leistung, so war es auch ein Akt der Verschwendung von Natur und Ressourcen. Ein goldglänzender Aufzug inmitten des Berges, durch den man zum "Gipfel der Macht" gleichsam emporgehoben wurde - all das eignete sich nur zu gut, um Menschen zu blenden. Legenden in der Nachkriegszeit, die scheinbar unverzichtbare Verwendung des "Eagle's Nest" als Motiv in populären US-Kriegsfilmen, die Tatsche, dass dieses Bauwerk zu den wenigen unzerstörten Monumenten der Hitlerjahre zählt - all das hat dem Gebäude eine Prominenz verliehen, die es vielleicht nicht verdient, aber mitunter zu provozieren vermag. Der bayerische Ministerpräsident Dr. Hans Ehard wies dazu anlässlich der Gründung der Berchtesgadener Landesstiftung im Jahre 1960 auf den historischen Charakter der nationalsozialistischen Präsenz in Berchtesgaden hin: "Die landschaftliche Bedeutung Berchtesgadens hat seine politische überdauert." Dennoch kann nicht vergessen werden, dass das Kehlsteinhaus Bestandteil einer idyllischen Kulisse war, die über das Grauen jener Jahre hinwegtäuschte. Heute bietet es vielen Menschen nicht nur einen einzigartigen Ausblick auf eine wunderschöne Landschaft, sondern auch die Chance zur Erinnerung und Aufklärung über die Abgründe einer menschenverachtenden Diktatur."*


 (*Quelle:  "Die Geschichte des Kehlsteins", Verlag Anton Plenk, Autor Florian Beierl, Stand 10.05.2012)


Das Kehlsteinhaus war ein Projekt Martin Bormanns, das er im Namen der NSDAP Adolf Hitler zu dessen 50. Geburtstag schenkte. Hitler besuchte das Kehlsteinhaus allerdings äußerst selten.

Die Bomben der Aliierten im Zweiten Weltkrieg trafen das Kehlsteinhaus nicht.

Auch nach dem Krieg unterblieb die Sprengung des Hauses.

Das Kehlsteinhaus ist daher heute noch in seiner ursprünglichen Form erhalten und wird seit 1952 als Berggasthaus durch private Pächter geführt. 

Der bayrische Staat hat 1960, anläßlich der 150 jährigen Zugehörigkeit des Berchtesgadener Landes zu Bayern, den Besitz in die Berchtesgadener Landesstiftung eingebracht.

Die Erträge fließen gemeinnützigen Zwecken zu.

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Kehlsteinhaus Eagles Nest

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